„Augsburger Allgemeine Zeitung“  27.1.2018 „Cross over Europe

Sinfoniekonzert und Schlager an einem Abend
Das Solina Cello-Ensemble macht sich in Dinkelscherben auf eine humorvolle und vielseitige musikalische Reise durch Europa
Im fast zweistündigen Programm an die 100 bekannte Titel europäischer Werke in 14 Medleys? Wer glaubte, das Solina Cello-Ensemble hätte mit dieser Ankündigung zu hoch gegriffen, der wurde beim Rathauskonzert in Dinkelscherben eines Besseren belehrt. Ludwig Hornung, der Initiator der Rathauskonzerte, freute sich nicht nur über ein voll besetztes Haus, sondern auch darüber, dass das Solina Cello-Ensemble bereits zum zweiten Mal engagiert werden konnte.
Katrin Banhierl (Violoncello), Ulrike Müller (Violoncello), Michael Gundlach (Klavier und Akkordeon) und Dirko Juchem (Saxofon und Flöte) verstanden es, das Publikum gleichzeitig an einem Sinfoniekonzert, einer Schlagerparty, einer Jazz-Session, einer Oper oder an einem Ballett teilnehmen zu lassen. Die Bandbreite reichte dabei von Beethoven, Mozart und Strauß bis hin zu Abba und den Beatles.
Michael Gundlach, der auf eine sehr humorvolle Weise durch das Programm führte, erklärte, dass dieses Konzert eine Premiere darstelle. Italien war das erste Reiseziel mit Opernmelodien von Verdi und Vivaldi. „O sole mio“ oder „Azzuro“ durften dabei nicht fehlen. Allen bekannt auch Melodien slawischer Komponisten, insbesondere Brahms „Ungarischer Tanz Nr. 5“ oder Smetanas „Die Moldau“. Optisch machte Michael Gundlach deutlich, dass sich die Reisenden nun in Schottland befinden – er trug einen Schottenrock – um dann Frankreich anzusteuern.
Chansons von Edith Piaf und Charles Aznavour standen unter anderem stellvertretend für die dortige Musikszene.
Das „Deutschland-Medley“ umfasste 15 Titel und reichte von Bach, Beethoven und Richard Strauss bis hin zu Nena, Helene Fischer und Bert Brecht. Einmal mehr wurden hier das umfassende Repertoire und die musikalische Kompetenz der Musiker sichtbar. Große Erheiterung erzeugte das Ensemble, als es nach der Pause mit seiner Verkleidung deutlich machte, dass man sich nun in England befinde. Flötist Dirko Juchem und Pianist Michael Gundlach traten dabei als „echte“ Mitglieder der englischen Palastwache auf. Überzeugend wurden Melodien von den Beatles, Elton John, den Rolling Stones und Eric Clapton interpretiert.
Schwungvoll wurde Händels „Feuerwerksmusik“ in Szene gesetzt. Reist man musikalisch nach Österreich, kommt man auf keinen Fall an Johann Strauß vorbei. Bei „An der schönen blauen Donau“ wiegte sich das Publikum zum Walzertakt, um dann bei der „Tritsch-Tratsch-Polka“ im Takt kräftig mitzuklatschen. Katrin Banhierl und Ulrike Müller (beide Violoncello) verstanden es mit ihrer exakten Zupftechnik den treffenden Rhythmus zu setzen.
Als Überraschungsgast trat der Chor Rushhour Dinkelscherben unter der Leitung von Stefanie Hofmann auf, von dem neben bekanntem Liedgut auch ein Stück aus Carl Orffs „Carmina Burana“ zu hören war. Auf eine ganz ungewöhnliche Weise leitete Flötist Dirko Juchem daraufhin den letzten Teil des Konzertes, der nach Spanien führte, ein: Er begab sich auf „Wanderung“ durch den Konzertsaal und mit atemberaubender Technik entlockte er seiner Querflöte die erstaunlichsten Tonvariationen.
Michael Gundlach hatte bei seinem Akkordeonsolo, als er die schwungvollen russischen Volkstänze spielte, große Probleme mit seiner Pelzkappe, die ihm ständig ins Gesicht rutschte, was beim Publikum große Heiterkeit auslöste. Doch nicht nur diese humoristischen Einlagen, sondern allem voran die außerordentliche musikalische Vielseitigkeit des Ensembles sowie die in jeder Hinsicht gelungene Interpretation der unterschiedlichen Medleys begeisterten das Publikum. (Manfred Miller)


„Marktspiegel“ / 21.1.2018 / „Cross over Europe“
Neujahrskonzert begeisterte das Publikum
Das„Solina Cello Ensemble“ nahm das Publikum im Deutschordenschloss in Postbauer-Heng auf eine Länderreise mit. 


POSTBAUER-HENG.Das Kulturforum in der Marktgemeinde Postbauer-Heng hatte zum Neujahrskonzert in das Deutschordenschloss eingeladen. Angelika Herrmann, Vorsitzende des Kulturforums, und Bürgermeister Horst Kratzer freuten über die zahlreichen Besucher.
Es waren nicht nur Gäste aus Postbauer-Heng anwesend. Auch Neumarkter oder Besucher aus dem Nürnberger Raum waren gekommen. In ihren Grußworten erinnerten Kratzer und Herrmann auch des erst kürzlich verstorbenen, langjährigen Kulturbeauftragten Franz Josef Siegert. Er sei der Initiator für die Wiederbelebung des Deutschordenschlosses gewesen. „Er hat tiefe Spuren hinterlassen“, sagte Kratzer.
Im Anschluss entführte das „Solina Cello Ensemble“ die Zuhörer auf eine beeindruckende musikalische Reise durch vierzehn europäische Länder. Geboten wurden rund 100 bekannte Werke, Evergreens, Schlager und Gassenhauer.
In dem kurzweiligen Konzert streiften die Interpreten, Katrin Banhiert und Ulrike Müller (Violoncello), Michael Gundlach (Klavier und Akkordeon) sowie Dirko Juchem (Saxophon und Flöte), mit schlagartigen Taktwechseln die einzelnen Länder mit vertrauten Melodien. Die Gäste bekamen Schlager-Klassiker wie, „99 Luftballons“, „An Tagen wie diesen“ oder „Verdammt, ich lieb dich“ zu hören. Neben den Schlagern durften auch Stücke der Musik-Ikonen, wie den Beatles, Elton John oder den Rolling Stones nicht fehlen. Die Musiker spielten auch Falcos „Rock Me Amadeus“ sowie Lieder von ABBA bis hin zu Verdis Opern und Tschaikowskys Ballett.
Auch volkstümliche und geistliche Melodien, bekannte Chansons, etwa von Edith Piaf oder Wiener Klassiker, und heiße Flamenco- Rhythmen standen auf dem Programm. Michael Gundlach führte humorvoll durch das Konzert, informierte die Zuhörer und zeigte auch sein tänzerisches Talent – etwa bei einem griechischen „Sirtaki“. Diesen führte er gekonnt auf, während er auf dem Akkordeon spielte.
Nach der Pause ging die musikalische Länder-Reise mit einem Kostümwechsel und russischen Weisen weiter. Bei „Kalinka“ klatschte das Publikum mit. Die „Tritsch-Tratsch-Polka“ von Johann Strauß beendete das Konzert. Das Publikum war begeistert und bedankte sich mit langem Beifall. (njf)


Niederelbe Zeitung“ / 17.04.2018 / „Cross over Europe“
Achterbahnfahrt durch Musikstile
Beeindruckendes Konzert des „Solina Cello-Ensembles“ in der Kulturmühle


OSTEN. Hundert Songs in einem Konzert. Geht nicht? Doch, denn das „Solina-Cello-Ensemble“ trat am Sonnabend den Beweis an und nahm die Zuhörer in der Kulturmühle Osten bei der dortigen Saisoneröffnung mit auf eine unglaubliche Reise durch die Mu- sikgeschichte. Das von Katrin Banhierl (Violoncello) im Jahr 2012 gründete „Solina-Cello-Ensemble“ ist eine viel gefragte Mu- sikformation.

Klassischer Auftakt


​Aus dem fränkischen Schwanstetten kommend, trafen die vier Mu- siker nach siebenstündiger Anreise in Osten ein. Neben der Münchnerin Banhierl war noch Ulrike Müller (Violoncello), mit dabei, während der Hamburger Michael Gundlach (Klavier und Akkordeon) und der von der Mosel stammende Dirko Juchem (Sa- xofon und Flöte) das Ensemble komplettierten. „Cross over Europe“ nennen die Musiker ihr Programm und versprechen „100 bekannte Musiktitel und eine Reise durch 14 europäische Länder in nahezu allen Musikgenres“. Ansprechend verpackt in Länder- Medleys ging es los mit Schweden und Norwegen. Klassisch begann der Trip mit der berühmten Peer- Gynt-Suite von Edvard Grieg und seiner „Morgenstimmung“, dem mit Roxette („Listen to your heart“) und Europe („The final countdown“) zwei rockige Stücke folgten, um dann in einem Abba- Medley zu enden.
 Unsere Länderreise geht nun dorthin, wo es richtig schön warm ist, nach Italien“, kündigte Michael Gundlach, der das Konzert moderierte, an. Vom unverkennbaren „Azzuro“ (Adriano Celenta- no) über Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ bis zu Ennio Morricones Filmmusik aus „Der Pate“ war auch hier die musikalische Vielfalt enorm. Vom „Land, wo die berühmten Chansons herkommen“, Frankreich, ging es nach Deutschland. 

Das Ensemble versprach: „Deutschland hat für nahezu jeden Anlass einen Weltklassiker“, und dies wurde in dem folgenden furiosen Ritt durch zahlreiche Musikstile auch mehr als deutlich. „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss leitete den bunten Mix ein, dem sich ein Saxofon-Solo von Dirko Juchem mit den „99 Luftballons“ von Nena anschloss. Nach Beethovens „Freude, schöner Götterfunken“ reihte sich die eingängige Melodie aus „Mackie Messer“ ein, um schließlich in einen Hit der Neuen Deutschen Welle („Da da da“) zu münden.
Slawische Klänge

Als englische Palastwache verkleidet, erschienen Michael Gundlach und Dirko Juchem zu Beginn des zweiten Teils. Auf der „Reise“ nach Griechenland schnappte sich Michael Gundlach sein Akkordeon und ließ seinem Bewegungsdrang beim weltbekannten Sirtaki von Mikis Theodorakis freien Lauf. Nach Österreich, Spanien und den slawischen Ländern gelangten die Musiker schließlich zur letzten Station, nach Russland. Dort nahmen sich die beiden Cellistinnen eindrucksvoll der Nationalhymne an. Eine kräftig beklatschte Zugabe beschloss diesen ungewöhnlichen schönen Konzertabend, der einer nie enden wollenden, aber zugleich sehr angenehmen Achter- bahnfahrt glich. (ag)

Dass die Musiker von Schlager sofort auf Klassik umschalten können, zeigten sie bei „Winter“ aus Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Klassisch ging es weiter mit „La donna e mobile“ aus der Verdi-Oper „Rigoletto“. Lieder und Chansons aus dem Land der Liebe schlossen sich nahtlos an. Den Anfang französischer Titel machte „Non, je ne regrette rien“ von Edith Piaf. Über Charles Trénets Chanson „La mer“, das von der Schönheit des Meeres erzählt, ging es zum Titel „Claire de lune“ von „Debussy“. Beim französischen Volks-und Kinderlied „Sur le pont d‘Avignon“ wechselte Juchem das Instrument und zeigte, dass er auch hervorragend Saxophon spielen kann.
Anschließend baten die Musiker den Chor des Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gymnasiums Leinefelde nach vorn. Unter der Leitung von Jens Greßler präsentierte dieser gemeinsam mit dem Quartett ein Medley englischsprachiger Melodien. Es erklangen „Halleluja“ von Leonard Cohen, „Another brick in the wall“ von „Pink Floyd“ und „Oh fortuna“ aus Carl Orffs szenischer Kantate „Carmina Burana“. Beim „Sirtaki“ präsentierte sich Gundlach sogar als Akkordeon spielender Tänzer. 
Nach der Einführung mit einem Gedicht in die heimische Liedervielfalt spielten die vier Musiker das wohl bekannteste Lied der „Comedian Harmonists“ – „Ein kleiner grüner Kaktus“. Weiter ging es mit „Verdammt ich lieb‘ dich“ von Matthias Reim, bei dem Dirko Juchem erneut den Part des Saxophonspielers übernahm. Mit dem Erfolgstitel „Atemlos“ von Helene Fischer endete der musikalische Ausflug durch Deutschland. 
Der zweite Teil des Abends bot optisch ein anderes Bild. Die Herren im Ensemble erschienen als Männer der „Old Guard“ des Buckingham-Palastes, die Damen als Matrose und Schiffskapitän – und spielten gleich die Ohrwürmer „Hey Jude“ von den „Beatles“ und „Last Christmas“ von „Wham“. Mit der wohl schönsten Variation des „Ave Maria“ von Franz Schubert endete die Reise in Österreich und eine musikalische Reise durch vierzehn Länder Europas.
„Thüringer Allgemeine“ / 2.10.2018 / „Cross over Europe“
Reise an einem Abend durch 14 Länder Europas
Das Ensemble „Solina Cello“ begeistert Publikum mit furiosen Wechseln der Genres sowie gekonnten und facettenreichen Interpretationen.
Beuren. „Cross over Europe“ hieß das Programm des „Solina- Cello-Ensembles“ am Samstag auf der Tenne der Burg Scharfenstein. „Solina and friends“, wie sich das Ensemble auch nennt – das sind die Cellistinnen Katrin Banhierl und Ulrike Müller, der Pianist Michael Gundlach und der Flötist Dirko Juchem. Mit dem „The final countdown“ von „Europe“ starteten die vier Künstler in den Abend. Es ging weiter mit „Listen to your heart“ von „Roxette“, bevor mit „Money“ von „Abba“ der nächste Titel einer schwedischen Band folgte. Bei seiner Begrüßung sagte Pianist Michael Gundlach, dass das Konzert eine Reise sei, die durch 14 europäische Länder führt. Nach dem Ausflug nach Skandinavien ging es weiter mit einem Land, von dem schon Goethe gesagt habe, dass es überaus wundervoll sei: Italien. Der Schlager „Azzurro“, der Klassiker „Quando, quando, quando“ und „Oh sole mio“ hießen die weiteren Titel, wobei sich die Instrumentalisten auch gesanglich betätigten.